Home Kontakt


Die
zionistische Idee

Bis zur Gründung des Staates Israel war das Ziel der zionistischen Bewegung klar und eindeutig: die Schaffung eines Judenstaates und die Einsammlung der Zerstreuten. Als dann der Staat entstand, wurde die Bewegung von Zweifeln ergriffen und von ideellen Konflikten geplagt; manche Zionisten glaubten, die Aufgabe sei erfüllt und zu Ende.
Es erhebt sich aber die Frage: Was ist der Zionismus im Zeitalter des Staates Israel? Was charakterisiert ihn in ideeller Beziehung und welche Anforderungen stellt er an seine Anhänger?
Der Zionismus in unseren Tagen basiert auf vier Grundsätzen: zwei davon hat er mit dem klassischen Zionismus gemeinsam, während die beiden anderen in der Entwicklung im jüdischen Volke nach der Staatsgründung ihren Ursprung haben.

Die Grundsätze sind folgende:

> Definition der Juden als ein Volk
> Einsammlung der Zerstreuten als ein ideelles und existenielles Gebot
> Gemeinsame Verantwortung für den Fortbestand des jüdischen Volkes.
> Erkenntnis, dass Israel der Staat des gesamten jüdischen Volkes ist.

Der Zionismus sieht in den Juden keine Glaubensgemeinschaft und keine ethnische Gruppe, sondern ein Volk unter den Völkern. Als Volk bedürfen die Juden aller wesentlichen Merkmale einer nationalen Existenz und haben auch Anspruch auf ein eigenes Territorium, eine Nationalsprache, souveräne Staatsgewalt und Konzentrierung der Mehrheit der Volksangehörigen innerhalb der Grenzen des nationalen Territoriums.

In diesem souveränen Rahmen finden die verschiedenen Probleme der Juden ihre Lösung zum Beispiel die der Juden in den GUS Staaten und in den arabischen Staaten, sowie die Frage der jüdischen Identität, die die Juden der demokratischen Länder beschäftigt.
Der Zionismus verwirklicht also das Prinzip der nationalen Eigenständigkeit in Bezug auf das jüdische Volk. Die Zionisten sind überzeugt, dass der Bestand des jüdischen Volkes in Gefahr wäre, wenn es ihm nicht gelänge, sich als souveränes und in jeder Bezieung normales Volk, das zum größten Teil im eigenen Land lebt, zu behaupten.

Wegen seines besonderen Charakters wird auch in aufgeklärten und fortschrittlichen Kreisen das Wesen des Zionismus oft missverstanden. Seit seiner Entstehung und besonders in der letzten Zeit muss der Zionismus einen Zweifrontenkampf führen: gegen diejenigen, welche eine irrige Auffassung vom Zionismus haben und gegen seine ausgesprochenen Feinde, die böswillig verleumden und verfälschen. Der Antizionismus unserer Tage ist nichts anderes als eine bequeme und wirksame Tarnung des alten Antisemitismus.
Ein Kernsatz der zionistischen Idee ist die Erkenntnis, dass der Staat Israel der Staat des gesamten jüdischen Volkes ist und nicht nur der Staat der dort wohnenden Juden. Durch diese Erkenntnis unterscheidet sich der Zionist in Israel von den dort lebenden Nichtzionisten und auch von den mit Israel sympathisierenden in der Diaspora lebenden Nicht-Zionisten.
In dieser prinzipiellen Erkenntnis ist auch die historisch unlösbare Partnerschaft
zwischen dem Staate Israel und den Juden in der Diaspora begründet. Sie ist auch die Wurzel des Gefühls der Verantwortung, die Israel für das Schicksal der Juden in der Diaspora empfindet, sowie der Einheit und Kontinuität ihrer kulturellen Eigenständigkeit, wie auch des Verantwortungsbewusstseinns der Diaspora gegenüber dem Staate Israels.

Hieraus folgt, dass jeder Jude in der Diaspora ein potentieller Staatsbürger Israels ist und dass es nur von ihm abhängt, ob und wann dieses Recht ausgeübt wird. Einen formalrechtlichen Ausdruck fand es im Gesetz der Rückkehr, durch welches sich Israel von allen übrigen Staaten der Welt unterscheidet.



Links & Medien
Messageboard
Newsletter
Kalender
NO COMMENTS
KONTAKT
Zionistische Organisation Deutschland
St.-Jakobs-Platz 18
80331 München /
Hebelstr. 6
60318 Frankfurt am Main
info@zod-info.de